Essen in Korea: Was wir wirklich gegessen haben (Teil 1)
Veröffentlicht von Julia Guembel
Wir sind nach Korea gefahren und haben uns quer durchgegessen: vom Fleischmarkt in Seoul über kleine Straßenstände bis zum Convenience Store um die Ecke. Kein Hochglanz, sondern das, was wir wirklich jeden Tag gegessen haben. Das ist Teil 1 unseres Food-Tagebuchs.
Hanwoo: das Beef, das es nur in Korea gibt
Oder fast nur. Angefangen haben wir am Fleischmarkt in Seoul, wo man sein Fleisch aussucht und direkt am Tisch selbst grillt. Bestellt haben wir Hanwoo (한우), das koreanische Rind. Hanwoo ist eine eigene, einheimische Rinderrasse, die es so nur in Korea gibt. Das Fleisch ist fein marmoriert, extrem zart und wird gern nur mit etwas Salz gegessen. Dazu die vielen kleinen Beilagen (Banchan), die in Korea immer kostenlos mit auf den Tisch kommen.
Mandu: frische Teigtaschen vom Straßenstand
Unsere große Liebe wurden die Mandu (만두), die koreanischen Teigtaschen. An einem Stand haben wir zugeschaut, wie sie direkt vor uns von Hand gefüllt und gefaltet wurden. Es gab sie mit Schwein und Kimchi (würzig und leicht säuerlich) und mit Schwein und Frühlingszwiebeln (frisch und aromatisch). Frisch vom Stand, noch warm, einfach unschlagbar.
Frühstück im 7-Eleven: das Reisdreieck (Samgak-Gimbap)
Unser tägliches Frühstück kam aus dem Convenience Store: ein Samgak-Gimbap (삼각김밥), das dreieckige Reisdreieck. Gepresster Reis mit einer Füllung (bei uns oft würziger Thunfisch oder Bulgogi), umwickelt von einem knusprigen Noriblatt. Der Clou steckt in der Verpackung: Man muss in einer bestimmten Reihenfolge an drei Laschen ziehen, damit das Nori knusprig bleibt. Klingt einfach, ging bei uns aber fast jeden Morgen schief. Schmeckt trotzdem, auch halb zerfleddert.
Gimbap & Kimchi-Bokkeumbap: nicht Sushi, sondern besser
Was viele für Sushi halten, ist eigentlich Gimbap (김밥): Reis und Füllung in ein Noriblatt gerollt und in Scheiben geschnitten. Anders als Sushi ist der Reis mit Sesamöl statt Essig gemacht, und die Füllung ist gekocht oder eingelegt, nicht roh. Dazu gab es Kimchi-Bokkeumbap (김치볶음밥), gebratenen Reis mit Kimchi und einem Spiegelei obendrauf.
Gedämpfte Teigtaschen: dick, dünn und in groß
Weil man von Mandu nie genug bekommt, ging es weiter mit den gedämpften Varianten. Es gibt sie mit dünner, fast durchscheinender Hülle und mit dicker, fluffiger Teighülle (Wangmandu, die großen gedämpften Teigtaschen). Frisch aus dem Bambuskorb, heiß und dampfend, isst man sie am besten sofort.
Süß gedämpft: Jjinppang mit roter Bohne
Zwischendurch der süße Konter: gedämpfte Buns mit roter Bohnenpaste (Jjinppang, 찐빵). Die rote Bohne heißt auf Koreanisch Pat (팥) und wird mit etwas Zucker zu einer weichen, leicht süßen Paste gekocht. In eine warme Teighülle gepackt ist das der perfekte Snack für zwischendurch.
Patbingsu: rote Bohne auf Eis (fast täglich)
Und weil wir schon bei Pat waren: Unser absolutes Suchtdessert wurde Patbingsu (팥빙수). Fein gehobeltes Eis, hoch aufgetürmt, mit gesüßter roter Bohne obendrauf, oft dazu Sojabohnenpulver oder Kondensmilch. Cremig, kühl und nicht zu süß. Das hatten wir fast jeden Tag.
Häufige Fragen
Was sollte man in Korea unbedingt essen?
Auf keinen Fall verpassen solltest du Hanwoo-BBQ, frische Mandu, Gimbap und als Dessert Patbingsu. Auch ein Reisdreieck aus dem Convenience Store gehört zum Korea-Gefühl dazu.
Ist Gimbap dasselbe wie Sushi?
Nein. Gimbap sieht ähnlich aus, aber der Reis wird mit Sesamöl statt Essig gewürzt und die Füllung ist gekocht oder eingelegt, nicht roh.
Was ist Patbingsu?
Patbingsu ist ein koreanisches Dessert aus fein gehobeltem Eis mit gesüßter roter Bohne (Pat), oft mit Kondensmilch oder Sojabohnenpulver.
Essen in Korea: Was wir wirklich gegessen haben (Teil 1)
Wir sind nach Korea gefahren und haben uns quer durchgegessen: vom Fleischmarkt in Seoul über kleine Straßenstände bis zum Convenience Store um die Ecke. Kein Hochglanz, sondern das, was wir wirklich jeden Tag gegessen haben. Das ist Teil 1 unseres Food-Tagebuchs.
Hanwoo: das Beef, das es nur in Korea gibt
Oder fast nur. Angefangen haben wir am Fleischmarkt in Seoul, wo man sein Fleisch aussucht und direkt am Tisch selbst grillt. Bestellt haben wir Hanwoo (한우), das koreanische Rind. Hanwoo ist eine eigene, einheimische Rinderrasse, die es so nur in Korea gibt. Das Fleisch ist fein marmoriert, extrem zart und wird gern nur mit etwas Salz gegessen. Dazu die vielen kleinen Beilagen (Banchan), die in Korea immer kostenlos mit auf den Tisch kommen.
Mandu: frische Teigtaschen vom Straßenstand
Unsere große Liebe wurden die Mandu (만두), die koreanischen Teigtaschen. An einem Stand haben wir zugeschaut, wie sie direkt vor uns von Hand gefüllt und gefaltet wurden. Es gab sie mit Schwein und Kimchi (würzig und leicht säuerlich) und mit Schwein und Frühlingszwiebeln (frisch und aromatisch). Frisch vom Stand, noch warm, einfach unschlagbar.
Frühstück im 7-Eleven: das Reisdreieck (Samgak-Gimbap)
Unser tägliches Frühstück kam aus dem Convenience Store: ein Samgak-Gimbap (삼각김밥), das dreieckige Reisdreieck. Gepresster Reis mit einer Füllung (bei uns oft würziger Thunfisch oder Bulgogi), umwickelt von einem knusprigen Noriblatt. Der Clou steckt in der Verpackung: Man muss in einer bestimmten Reihenfolge an drei Laschen ziehen, damit das Nori knusprig bleibt. Klingt einfach, ging bei uns aber fast jeden Morgen schief. Schmeckt trotzdem, auch halb zerfleddert.
Gimbap & Kimchi-Bokkeumbap: nicht Sushi, sondern besser
Was viele für Sushi halten, ist eigentlich Gimbap (김밥): Reis und Füllung in ein Noriblatt gerollt und in Scheiben geschnitten. Anders als Sushi ist der Reis mit Sesamöl statt Essig gemacht, und die Füllung ist gekocht oder eingelegt, nicht roh. Dazu gab es Kimchi-Bokkeumbap (김치볶음밥), gebratenen Reis mit Kimchi und einem Spiegelei obendrauf.
Gedämpfte Teigtaschen: dick, dünn und in groß
Weil man von Mandu nie genug bekommt, ging es weiter mit den gedämpften Varianten. Es gibt sie mit dünner, fast durchscheinender Hülle und mit dicker, fluffiger Teighülle (Wangmandu, die großen gedämpften Teigtaschen). Frisch aus dem Bambuskorb, heiß und dampfend, isst man sie am besten sofort.
Süß gedämpft: Jjinppang mit roter Bohne
Zwischendurch der süße Konter: gedämpfte Buns mit roter Bohnenpaste (Jjinppang, 찐빵). Die rote Bohne heißt auf Koreanisch Pat (팥) und wird mit etwas Zucker zu einer weichen, leicht süßen Paste gekocht. In eine warme Teighülle gepackt ist das der perfekte Snack für zwischendurch.
Patbingsu: rote Bohne auf Eis (fast täglich)
Und weil wir schon bei Pat waren: Unser absolutes Suchtdessert wurde Patbingsu (팥빙수). Fein gehobeltes Eis, hoch aufgetürmt, mit gesüßter roter Bohne obendrauf, oft dazu Sojabohnenpulver oder Kondensmilch. Cremig, kühl und nicht zu süß. Das hatten wir fast jeden Tag.
Häufige Fragen
Was sollte man in Korea unbedingt essen?
Auf keinen Fall verpassen solltest du Hanwoo-BBQ, frische Mandu, Gimbap und als Dessert Patbingsu. Auch ein Reisdreieck aus dem Convenience Store gehört zum Korea-Gefühl dazu.
Ist Gimbap dasselbe wie Sushi?
Nein. Gimbap sieht ähnlich aus, aber der Reis wird mit Sesamöl statt Essig gewürzt und die Füllung ist gekocht oder eingelegt, nicht roh.
Was ist Patbingsu?
Patbingsu ist ein koreanisches Dessert aus fein gehobeltem Eis mit gesüßter roter Bohne (Pat), oft mit Kondensmilch oder Sojabohnenpulver.